Schulsanitäter engagieren sich in den Ferien

Schulsanitäterin Emily vom Gymnasium Horn-Bad Meinberg kontrolliert die Atmung bei Notfalldarstellerin Debora

Direkt nach den Weihnachtsfeiertagen trafen sich in Detmold 26 Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter, um an einem Kurs in erweiterter Erste-Hilfe teilzunehmen. Die Ersthelfer aus den Schulen kommen aus ganz Lippe und qualifizieren sich in den Schulferien und in ihrer Freizeit für die Notfälle in der Schule.

In diesem Kurs lernen die Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter das Herz-Kreislauf-System kennen und lernen, wie man Vitalparameter (Puls und Blutdruck) richtig misst und die Werte dementsprechend deutet. Auch das Thema Reanimation wird ausgiebig behandelt, sodass nicht nur Kenntnisse aufgefrischt, sondern auch erweitert werden.

„Die Schulsanitäter haben in ihrem Schulalltag täglich mit kleinen und größeren Verletzungen und Notfällen zu tun. Besonders in den lebensrettenden Sofortmaßnahmen ist es uns wichtig, dass die Schulsanitäter sicher und routiniert auftreten können. Dafür wird in Kursen wie diesen viel Wert auf die praktische Komponente gelegt.“, so Ausbilder Kai Hempel. So wurde unter anderem eine bewusstlose Person mit Blut aus Mund und Ohr, eine von einer Böllerexplosion verbrannte Hand, eine kollabierte Person und ein Patient mit Sonnenstich fachmännisch von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern versorgt.
Was viele nicht wissen: Schulsanitätsdienst bedeutet mehr als nur Pflaster kleben und Verbände wickeln. So erlernen die Schulsanis auch, welche Hygienemaßnahmen wichtig sind, auf welche Sicherheitsmaßnahmen sie zu achten haben oder wie ein Patientenprotokoll korrekt ausgefüllt wird.

Mit dieser Vorbereitung können die Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter nach den Ferien wieder in den Schulalltag starten und ihr Wissen in die Tat umsetzen.